Die Spitzkehre ist ab einer gewissen Steilheit im Gelände ein muss für jeden Skitourengänger.
Wir erklären dir wie es geht.

Zickzackzickzack – das sind die typischen Spuren von uns Skitourengehern. Je steiler dabei das Gelände wird, desto „zackiger“ ist die Kurve. Ab einem gewissen Gefälle kannst du die Drehungen nicht mehr richtig ausgehen und musst möglichst auf der Stelle die Richtung wechseln. Am besten funktioniert das mit der sogenannten Spitzkehre. Zugegeben es ist anfangs nicht ganz einfach aber mit ein bisschen Übung bekommst du das sicher hin.

Lawinengefahr
Ab dem Zeitpunk an dem eine Spitzkehre notwendig wird, ist die Hangsteilheit oft um die 30Grad. Das ist eine magische Grenze was die Lawinengefahr angeht. Habt das im Hinterkopf, wenn ihr auf Tour seid und beobachtet eure Umgebung. Allerdings solltet ihr natürlich die Tour von Anfang an so planen, das ein möglichst geringes Lawinenrisiko für euch besteht. Schaufel, Pieps und Sonde sind zwar ein ständiger Begleiter auf einer Skitour, allerdings will man sie lieber nicht verwenden müssen.

 

Beginnen wir Schritt für Schritt mit der Spitzkehre:

1. Sicheren Stand suchen
2. Bergski in die neue Laufrichtung stellen.
3. Gewicht verlagern
4. Kick auf die Ferse.

  1. Wenn du an deinem Wendepunkt angekommen bist, achte darauf, dass dein Talski wirklich gut steht. Das ist schon einmal die halbe Miete.
  2. Jetzt stelle mit ein wenig Schwung den Bergski in die neue Laufrichtung. Du stehst jetzt ein bisschen wie Charlie Chaplin. Wichtig hierbei ist, dass der Berg- und der Talski nicht zu weit auseinander stehen. Sie sollten recht parallel sein. Das erleichtert dir das Nachholen des Bergskis.
  3. Achte darauf, dass der in die neue Richtung schauende Ski einen guten Stand hat auf den du dich verlassen kannst und lehne dich nun nach vorne. Nimm deine Tourenstöcke zu Hilfe und lehne dich nach vorne.
  4. Nun hebe den unteren Ski an und gib einen leichten Kick auf die Ferse. Das Timing dieses Kicks musst du ein wenig üben, das ist am Anfang nicht so einfach. Hast du aber einmal den Dreh raus, hilft dir dieser Impuls, dass der Ski leichter rum kommt ohne mit der Skispitze im Schnee hängen zu bleiben.
  5. Das wichtigste ist, dass du für dein Standbein immer eine gute Position suchst, in der du das Gefühl hast, dass du nicht rutschst. Dadurch bist du stabiler und kannst dich leichter auf die eigentliche Spitzkehre konzentrieren. Zusätzliche Stabilität geben dir natürlich auch deine Tourenstöcke. Richtig eingesetzt sind sie eine große Unterstützung. Aber gerade wenn man noch ein wenig üben muss, sind die Stöcke häufig beim Umsetzen des zweiten Tourenskis im Weg. Suche dir eine Position in der du dich gut nach vorne lehnen kannst, dich deine Stöcke aber nicht behindern. Mit jeder Spitzkehre kommt mehr Routine und was sich anfangs vielleicht noch ein wenig stockend anfühlt, wird irgendwann zu einem selbstverständlichen Teil der Tour.

 

 


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