„Jetzt gehds affe aufn Berg“. Tipps, wie du zu deinen Tourenskiern die passenden Skifelle / Steigfelle auswählst und worauf es dabei ankommt.

Das Geräusch, wenn du die Skifelle von der Folie abziehst und sie auf den Tourenskiern montierst, steigert die Vorfreude auf das, was darauf folgt. Die Skier werden angeschnallt und es geht endlich los! Die Felle machen den leisen, aber unverkennbaren Sound, wenn sie über den Schnee gleiten. Skifelle bringen dich den Berg hinauf, den du anschließend genüsslich hinunterfahren kannst. Ihre Rolle wird oft nicht in den Vordergrund gerückt. Es ist wichtig, dass sie ihren Zweck erfüllen. Dennoch musst du bei der Auswahl einiges beachten.

Die passenden Skifelle kaufen


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Die Skifelle werden zum Aufstieg auf deinen Tourenski geklebt. Die Härchen auf deren Unterseite sind nach hinten ausgerichtet, sodass du den Ski nach vorne ziehen kannst, er aber nicht nach hinten rutscht. Die Haare stellen sich auf und stemmen sich gegen die Falllinie. Das ist die Grundfunktion, die jedes Paar Skifelle mitbringt. Mittlerweile ist die Auswahl zwischen vielen Anbietern und Produkten groß. Achte beim Kauf auf folgende Punkte:

  • Maße der Tourenski: Der Ski-Belag muss vollständig mit dem Fell überzogen sein. Die Kanten bleiben frei, um im eisigen Gelände zu greifen. Das Fell muss also knapp 5 Millimeter schmäler sein als dein Tourenski.
  • Befestigungssystem am Ski: Nicht jedes Fell kann an jedem Ski befestigt werden. Es gibt unterschiedliche Methoden, die je nach Hersteller variieren. Informiere dich zunächst, ob du für deinen Tourenski ein spezielles System benötigst.
  • Gute Verarbeitung: Die Borsten des Fells sollten zum Ski-Ende hin laufen. Es gibt vereinzelt Felle, wo die Härchen schräg verlaufen. Das ist natürlich nicht zielführend. Außerdem sollte das System zum Spannen des Fells gut verarbeitet sein, damit keine Kratzer auf dem Belag entstehen.
  • Aufbau des Steigfells: Bereits seit über 70 Jahren wird die Mohair-Faser, welche aus dem Fell der Angoraziege gewonnen wird, als Basis für Skitourenfelle genutzt. Mohair-Felle haben sehr gute Gleiteigenschaften und sind wasserabweisend. Seit einiger Zeit gibt es immer mehr Kunstfaser-Felle auf dem Markt. Sie können noch nicht ganz mit den Qualitätsmerkmalen von Mohairfellen mithalten. Bei Beständigkeit und Preis hat Kunstfaser aber die Nase vorn. Die richtige Wahl ist meist eine Mischform, da diese die guten Eigenschaften von Mohair und Kunstfaser vereint. Du bekommst ein Fell, dass länger hält als Mohair, aber nicht so schnell die guten Gleiteigenschaften verliert wie Kunstfaser.

Das Fischer Profoil zum Beispiel ist ein Schuppen-Fell aus Kunststoff, das dir viele Vor- und Nachteile bietet. Vor allem soll es bezüglich Pflege und Gleitverhalten hervorstechen. Mehr Infos bekommst du im Beitrag: Fischer Profoil – Schuppen gegen Fell.

Oft bietet der Hersteller das passende Steigfell zu einem Tourenski an. Das ist die einfachste Wahl. Oft sind bei diesen Fellen Kunstfasern verarbeitet. Wenn du gute Erfahrungen mit einem besonderen Fell gemacht hast, musst du wohl zu einem Steigfell zum Zuschneiden greifen.

Skifell anbringen

Das Steigfell montierst du in wenigen Minuten. Meist werden sie an der Spitze des Tourenskis befestigt, dann auf die komplette Länge geklebt und hinten gespannt. Das sorgt dafür, dass das Fell nicht flöten geht und den gewünschten Halt bietet. Die Befestigungsmöglichkeiten der Hersteller sind alle gut, für welche du dich entscheidest, liegt an deinen Vorlieben. Der einzige Nachteil an einem Fell ist oft, dass du es nicht für einen anderen Ski verwenden kannst. Das ist aber sowieso der Fall, wenn der neue Ski andere Maße aufweist, als der alte.

Steigfelle wählen

Das Fell muss passen, die richtigen Maße und das Befestigungssystem aufweisen. Dann ist die Wahl nicht mehr groß und du kannst dich für das passende Fell entscheiden.


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